Der Service-Wettbewerb von L’Art de Vivre: Preis für Große Gastlichkeit

Im Mai 2017 finden Sie hier die Ausschreibung zum Wettbewerb 2017. Schauen Sie auch auf unsere Facebookseite:
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Ein Rückblick von Bernhard Eck, Redakteur der AHGZ (Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung) und Jurymitglied des Wettbewerbs 2016

Mit Wissen und Improvisationstalent zum Sieg

Urs Gnotke aus dem Breidenbacher Hof in Düsseldorf wird Gastgeber des Jahres 2016

Berlin. Mit schlechtem Gewissen ist er zum Finale nach Berlin gereist und hat doch mit deutlichem Vorsprung den Titel „Gastgeber des Jahres 2016“ geholt. Urs Gnotke, Chef de Rang im Hotel Breidenbacher Hof in Düsseldorf, fühlte sich nicht ausreichend vorbereitet auf seinen ersten Wettbewerb für Restaurantfachleute, den Preis für Große Gastlichkeit, veranstaltet von der Vereinigung L’Art de Vivre. „Zwei Wochen vor dem Finale habe ich meine alten Berufsschulunterlagen noch mal durchgesehen und in den verschiedenen Abteilungen bei uns im Haus mit Kollegen Weinverkosten geübt und Arbeiten wie Zigarren- und Spirituosen- Service“, so der 25-Jährige.

Um Zigarren oder Spirituosen ging es diesmal aber leider nicht. Trotzdem hat es gereicht für den aufgeweckten jungen Restaurantfachmann. Und das, obwohl das Niveau der Finalteilnehmer selten so hoch war wie in dieser siebten Auflage des Wettbewerbs Preis für Große Gastlichkeit. Der anspruchsvolle Wettbewerb wird jährlich von der Organisation L’Art de Vivre Gourmet-Residenzen veranstaltet. Ziel ist es – wie L’Art de Vivre Präsident Klaus Sieker nicht müde wird zu betonen – die zunehmend im Schatten der Köche stehenden Restaurantfachleute zu fördern und der Arbeit am Tisch des Gastes und der Gastgeberrolle den Stellenwert zu geben, den sie verdient. Wie schon im vergangenen Jahr fand der Wettbewerb im Hotel Palace Berlin statt. Auf den zweiten Platz schaffte es die 28-jährige Tanja Fried vom Seehotel Niedernberg in Bayern, und Platz drei belegte Janina Kraft (ebenfalls 28) vom Schlosshotel Velden in Österreich.

Diese drei Kandidaten haben sich im Feld der letzten sechs durchgesetzt, die am Abend 30 geladenen Gästen nach allen Regeln der Kunst und vor den Augen der Jury ein 3-Gänge- Menü servierten. Hier hatten die Restaurantfachleute ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen. Gefragt waren fachliche Fähigkeiten, Teamgeist, aber auch Gastgeberqualitäten wie Freundlichkeit, Rhetorik oder das Erscheinungsbild.

Bei den Arbeiten am Tisch – diesmal galt es etwa Hummerhälften fachlich korrekt auszulösen und daraus einen Hummercocktail zuzubereiten oder frische Feigen mit Grand Marnier zu flambieren – zeigte sich einmal mehr, dass solche handwerklichen Fertigkeiten in den Restaurants kaum noch gefragt sind. Die Kandidaten taten sich teilweise sichtlich schwer mit diesen Arbeiten, die ihnen schon vor langer Zeit die Köche aus der Hand genommen haben. Am besten schnitt ab, wer sich auf sein theoretisches Wissen und seine Improvisationsgabe verlassen konnte – wie das zum Beispiel beim Sieger Urs Gnotke der Fall war. Wer diesen Prüfungsteil jetzt als überholt bezeichnet, sollte daran denken, dass der Restaurantbesuch immer mehr als Event betrachtet wird und Gäste sich darüber freuen, wenn am Tisch etwas „passiert“.

Doch von Anfang an: Von knapp 70 Bewerbern, die online einen Test absolviert hatten, wurden die zwölf besten zum Finale eingeladen. Da zwei in letzter Minute absagten, waren es nur noch zehn, die am Vor- und Nachmittag eine anspruchsvolle theoretische Prüfung, ein Jury-Gespräch und diverse sensorische Tests zu bewältigen hatten. Da galt es zum Beispiel verschiedene Sherry-Typen zu erkennen oder Assam-Tee von einem grünen chinesischen oder einem teilfermentierten Oolong-Tee zu unterscheiden. Wo es beim Sherry ganz gut klappte, zeigten sich beim Tee doch Unsicherheiten.

Die Wettbewerbsbedingungen im Hotel Palace waren auch diesmal optimal. Dafür hatten Direktor Michael Frenzel, das Team um Maitre d’Hotel Hagen Hoppenstedt und Küchenchef Robert Tank gesorgt.

Preis für Große GastlichkeitFotos: Florian Bolk

L’ART DE VIVRE Wettbewerb »Preis für Große Gastlichkeit« 2016

Am 10. Oktober 2016 stellten sich in der deutschen Hauptstadt engagierte Servicekräfte aus Deutschland, Österreich und Italien im Hotel Palace Berlin dem 7. L’Art de Vivre Service-Wettbewerb.

Zehn Nominierte nahmen am Jury-Wettbewerb aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Aufgaben in Berlin teil. Herausragendes Talent bewies dabei der Sieger des Abends: Urs Gnotke vom Breidenbacher Hof in Düsseldorf. In einem spannenden Finale erreichte Tanja Fried aus dem Seehotel Niedernberg (Bayern) den 2. Platz. Über den 3. Platz freute sich Janina Kraft vom Schlosshotel Velden (Österreich).

Geldprämien des Initiators, der Vereinigung L’Art de Vivre, in Höhe von 2.000 Euro (1. Platz), 1.000 Euro (2. Platz) und 500 Euro (3. Platz) sowie eine Einladung zu einer Reise der drei Erstplatzierten zur Maison RUINART in Frankreich wurden überreicht.

Zu den attraktiven Preisen zählten außerdem jeweils ein umfangreiches Gläserset von SCHOTT Zwiesel Kristallglas sowie ein Acqua Panna Messer aus der Messerschmiede Coltellinaia Saladini in Scarperia – verbunden mit der Einladung zur Gala des S.Pellegrino »Young Chef Award Deutschland 2017« im kommenden Mai.

Die Teilnehmer ohne Platzierung konnten sich ebenfalls freuen: Jurymitglied Alexander A. Kohnen vom International Wine Institute lud sie zu einem Weinerlebnis an die Ahr ein.

Die Teilnehmer waren: Christian Freier – Strandhotel Fischland (Ostseebad Dierhagen), Tanja Fried – Seehotel Niedernberg (Bayern), Josephine Geiger – Hotel Palace Berlin, Dominika Glatz – Hotel Königshof (München), Urs Gnotke – Breidenbacher Hof (Düsseldorf), Andreas Goller – Vigilius Mountain Resort (Südtirol, Italien), Mimoun Kabbouch – Bremer Ratskeller, Janina Kraft – Schlosshotel Velden (Österreich), Louis Steinle – Colombi Hotel Freiburg und Christiaan van Berkel – Steigenberger Graf Zeppelin Stuttgart.

Fotos: (c) L’Art de Vivre, Fotograf Christian Kielmann

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Initiator dieses Preises ist die Vereinigung der L’Art de Vivre Gourmet-Residenzen – Top-Restaurants mit Spitzenköchen aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz zählen zu den Mitgliedern. Sie alle, sowie der engagierte Freundeskreis der Vereinigung mit cirka 200 privaten Mitgliedern, wollen mit dem Wettbewerb einen Beitrag leisten, um diesen Beruf auch in diesem Jahr wieder in den verdienten Mittelpunkt zu rücken. “Viele junge Menschen, die nach beruflicher Orientierung suchen, wissen nicht, wie abwechselungsreich und erfüllend der Service-Beruf sein kann. Deshalb haben wir unsere Jury auch breit aufgestellt, die sich neben den Bewerbern und unseren Medienpartnern hier für die Nachwuchsförderung engagieren”, so Klaus Sieker, Präsident der Vereinigung L’Art de Vivre mit Sitz in Krefeld.

Talentierte Service-Mitarbeiter haben bei diesem jährlichen Wettbewerb seit 2010 in einmaliger Art und Weise die Möglichkeit, ihre Freude an diesem vielseitigen und interessanten Beruf Ausdruck zu verleihen. Sie sind damit auch Vorbild und geben Orientierung für Jugendliche, die sich gerade mit ihrem Berufswunsch beschäftigen.

Jede hervorragende Küchenleistung ist auf eine ebenso professionelle und engagierte Arbeit im Service angewiesen. Viele talentierte Servicefachkräfte haben sich in den letzten Wettbewerbsjahren zum Leistungsvergleich beworben, manche sogar mehrfach und nutzten die Möglichkeiten für einen spannenden Erfahrungsaustausch.

Nach einer erfolgreichen Bewerbung werden die von der Fach-Jury ausgewählten Teilnehmer zum Wettbewerbstag inklusive Vor- und Endausscheid sowie zur Prämierung eingeladen.
Die Idee ist es, möglichst viele Facetten des Service-Berufs zu berücksichtigen, damit die Bewerber Stärken und Schwächen gut ausgleichen können.

Ansporn für das Erreichen des Finales sind auch die begehrenswerten Preise: die Geldprämien der Vereinigung L’Art de Vivre, eine Auszeichnungsurkunde sowie attraktive Sachpreise der Partner und Unterstützer des Wettbewerbs.

Zeigen Sie uns Ihre Freude an diesem Beruf, an der Vielseitigkeit der Aufgaben, dem Teamwork und Ihre ganz persönlichen Stärken. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Wettbewerbsbedingungen

Hier finden Sie die Wettbewerbsbedingungen 2016.

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